Wir leben gerade in einer sehr intensiven Zeit der Transformation und in dieser Zeit kommt all das, was wir jahrzehntelang unter den Teppich gekehrt haben, nach oben. Und all die Leichen, die wir so im Keller haben kommen nach oben. Und unser Umfeld spiegelt uns das wider.

Das kann Angst machen. Muss es aber nicht. Denn es ist auch eine wundervolle Zeit, in der wir jetzt die Chance haben, unseren „Leichen“ liebevoll zu begegnen und sie zu transformieren.

Der Frieden fängt bei uns selber an. Wer Frieden in seinem Inneren findet, der wird ihn auch in seinem unmittelbaren Umfeld erleben. Von innen nach außen.

Damit wir nicht den Boden unter den Füßen verlieren, brauchen wir starke Wurzeln.

Das bedeutet, dass wir uns wieder Zeit nehmen dürfen, uns zu spüren. Zu spüren, was wir fühlen, zu spüren, wie es unserem Körper geht und der Stimme des Herzens zu lauschen. Und das braucht Stille.

Der März ist eine Zeit in der wir in der Natur intensiv spüren, dass die stille Zeit des Winters vorüber ist. Die Tage sind bedeutend länger, die Sonne hat schon eine enorme Intensität. Die ersten Pflanzen warten auf den Startschuss!

Damit auch wir – und unsere Seele – gut wachsen kann, brauchen wir starke Wurzeln.

Ein Baum nimmt über seine Wurzeln die Nährstoffe auf, die ihn versorgen. Er kommuniziert mit anderen Lebewesen über seine Wurzlen.

Deshalb lade ich Dich mit der folgenden Natur-Meditation ein, herauszufinden, was Dich nährt.

Nimm Dir eine Stunde Zeit und gehe in die Natur. Finde einen Ort, an dem Du für eine Weile ungestört bist.

Schaue, dass Du gut stehst. Vielleicht magst Du Dir auch die Schuhe ausziehen und barfuß sein. Nimm ein paar tiefe Atemzüge und spüre die Erde unter Deinen Fußsohlen bzw. Deinem Becken. Stelle Dir vor, dass Wurzeln aus Deinen Fußsohlen bzw. Deinem Becken wachsen, die sich tief in die Erde eingraben. Über diese Wurzeln bist Du mit all dem verbunden, was uns am Leben erhält.

Lass Dir viel Zeit, um Deine Wurzeln wachsen zu lassen. Visualisiere genau, wie sie sich durch die Fußsohlen in die Erde graben. Stell Dir genau vor, wie tief sie ins Erdreich eingraben und dabei Hindernisse wie Steine überwinden. Deine Wurzeln graben sich ganz fest ins Erdreich ein. Dort können sie gut Wasser und Nährstoffe aufnehmen.

Wenn Du das Gefühl hast, dass Du gut verwurzelt bist, dann stell Dir jetzt folgende Fragen „Was nährt mich? Was gibt mir Kraft?“ Und dann lausche.

Spüre den sicheren Stand, den Halt, Deinen „Wohlstand“.

Beginne nun, die Energie der Erde in Dir aufzunehmen. Mutter Erde nährt uns mit ihrer potenten grünen Kraft. Stell Dir dabei vor, dass Du über Deine Wurzeln die „Grünkraft“ in der aufnimmst und in Deinen Körper ziehst. Nimm Dir genau das, was Du jetzt brauchst.

Mutter Erde stellt uns alles zur Verfügung. Im Kraftfeld der Erde ist alles vorhanden, was wir benötigen, um uns zu nähren.

Fühle, wie diese Erdenergie Deine Zellen erfüllt und jeden Zentimeter in Dir nährt. Mit dem ersten Einatmen lass die Energie bis zu Deinen Knien aufsteigen, dann atme sie nach unten aus Deinen Fußsohlen in die Erde hinein aus. Wiederhole dies ein paar Mal.

Beim nächsten Einatmen lass diese Energie bis zum unteren Ende Deines Beckens aufsteigen (1. Chakra) und atme sie zurück in die Erde hinein aus. Fühle dabei, wie sie Deine Schenkel umhüllt, Deine Knie, deine Fußgelenke und wie sie durch Deine Füße hinausströmt. Wenn Du Schwierigkeiten hast, Dich mit irgendeinem Bereich Deines Körpers zu verbinden oder die Energie dort zu spüren, lass die Energie mit mehreren Atemzügen bis dorthin aufsteigen, bis Du bereit bist, weiterzumachen.

Beim nächsten Einatmen bringe die Energie bis in Deinen Unterbauch, etwa unterhalb des Nabels (2. Chakra). Lass sie nun zurück in die Erde fließen. Achte darauf, jeden Bereich Deines Körpers zu spüren, wenn Du die Energie nach unten fließen lässt. Husche nicht über irgendetwas hinweg, sondern visualisiere und fühle, wie die Energie nach unten fließt und Deine Glieder, Deine Muskeln, Dein Blut, Deine Knochen und Deine Zellen erfüllt.

Lass nun die Energie beim nächsten Einatmen bis zur Mitte Deines Körpers aufsteigen (3. Chakra) und fühle, wie sie Deinen Solarplexus durchdringt und in ihm kreist. Viele Menschen tragen in diesem Bereich, der mit unserer Willenskraft und unserem Selbstgefühl zu tun hat, unterdrückte Emotionen mit sich herum. Vielleicht musst Du in diesen Bereich mehrmals hineinatmen. Lass die heilende Erdenergie sanft in Deinen Bauch öffnen und Anspannungen lösen, in denen Du alte Energien und Ängste fest hälst. Wenn Du Dich entspannst und offen fühlst und sich eine Wärme in diesem Bereich ausbreitet, weißt Du, dass Du weitermachen kannst.

Beim nächsten Ausatmen lass die Energie bis in Deinen Herzensbereich aufsteigen (4. Chakra) und fühle, wie sie Dein Herz umhüllt und durchdringt. Fühle, wie sie Deinen Brustkorb und Deine Lungen erweitert. Schau mal, wie weit geöffnet Dein Herz heute ist. Schenke Deinem Herzen ein Lächeln und gebe ihm ein Dankeschön, dass es Dich so ganz automatisch am Leben erhält. Im Herzen sitzen viele alte Emotionen und oft auch tiefe Verletzungen. Lass Mutter Erde diesen Ort in Dir sanft berühren. Atme so oft hierhin, wie es nötig ist, bis sich dort eine Wärme ausbreitet und dieser Bereich sich entspannt und öffnet. Und schau mal, ob Du Dein Herz noch ein Stückchen weiter öffnen magst.

Und vielleicht möchtest Du in Dein Herz eine andere Qualität aufnehmen wie in Deinen Halsbereich. Vielleicht möchtest Du Dein Herz mit Freude nähren, Deinen Hals mit einem wahren Selbstausdruck.

Beim nächsten Einatmen lass die Energie bis zu Deiner Kehle aufsteigen (5. Chakra) und fühle, wie sie diesen Bereich öffnet, der mit deiner Stimme und mit dem Ausdruck deiner Wahrheit zu tun hat. Dann atme die Energie wieder hinab und in die Erde. In diesem Bereich sitzen oft noch unausgesprochene Worte fest und auch diese kannst nun bewusst ausatmen und über die Fußsohlen an die Erde abgeben.

Beim nächsten Einatmen lass die Energie bis in die Mitte Deiner Stirn aufsteigen (6. Chakra oder Drittes Auge). Fühle, wie dieser Teil von Dir, der mit dem spirituellen Sehen, mit höherer Wahrnehmung und Intuition zu tun hat, geöffnet, sanft liebkost und mit Mutter Erde verbunden wird. Atme wieder zur Erde hinab aus.

Lass nun beim nächsten Einatmen die Energie bis nach oben zu Deiner Schädeldecke aufsteigen (7. Chakra, Kronenchakra) und fühle, wie sich Dein Kopf nach oben hin für spirituelle Führung und Licht öffnet. Fühle, wie die Energie von Mutter Erde diesen Bereich von Dir sanft durchdringt und öffnet. Erfülle Dein Gesicht, Deinen Schädel, Dein Gehirn, Deine Drüsen und Dein Haar mit dieser nährenden Energie, die Dich mit allem Leben verbindet.

Atme nun die Energie Deine Arme hinab und aus Deinen Handflächen hinaus zurück in die Erde. Damit schließt sich der energetische Kreis. Jetzt bist Du mit all dem verbunden, was Dich am Leben erhält, was immer für Dich da ist.

Beende diese Meditation, indem Du Dich bei Mutter Erde bedankst.

 

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