Buchtipp – Der Heilungscode der Natur

Clemens G. Arvay schreibt  in seinen Büchern “Der Biophilia-Effekt” sowie der “Der Heilungscode der Natur” viel darüber, wie heilsam die Natur für uns Menschen ist.

Gerne möchte ich einen Teil davon herausnehmen und näher darauf eingehen, da es mir sehr wichtig erscheint. In Kapitel 4 “Die Öko-Psychosomatik” in “Der Heilungscode der Natur“schreibt Arvay, dass der Parasympathikus, der Nerv der Ruhe als „eine Art organische Antenne und Eintrittspforte für die Heilungscode der Natur“ 1) fungiert. Der Parasympathikus ist dafür zuständig, dass wir uns entspannen.

Naturaufenthalte stärken den Nerv der Ruhe

Stress haben wir Menschen heutzutage nicht nur dadurch, dass unsere to-do-Liste zu lang ist bzw. wir Druck in der Arbeit haben, sondern auch dadurch dass der Wust an Informationen, der auf uns einprallt immer größer wird. Wir werden mit Informationen und Sinnesreizen förmlich bombardiert, so dass unser Körper ständig im Stress ist. Aus eigener Erfahrung weiß ich auch, dass der Grad meiner inneren Ruhe auch sehr von meiner Ernährung abhängt.

„Der Nerv der Ruhe ist dann aktiv, wenn wir nicht in Gefahr sind, nicht unter Stress stehen und wenn unsere Aufmerksamkeit gerade nicht so stark beansprucht wird.“ 1) Je nachdem, ob unser Gehirn eine Gefahr wittert oder nicht, ist entweder der Nerv der Erregung oder der Nerv der Entspannung aktiv. Das war gerade bei den Steinzeitmenschen noch wichtig. Damals ging es ja um ihr Überleben.

Heute sind wir jedoch kaum mehr wirklichen Gefahren ausgesetzt und dennoch ist unsere Flucht-Abwehr-Bereitschaft ständig aktiv. „Allein schon Fernsehen und Internet lassen in einer Woche mehr Reize auf uns los, als unsere steinzeitlichen Vorfahren im Laufe eines ganzen Lebens verarbeiten mussten. 2) Da ist es kein Wunder, dass wir ständig überfordert sind. Unser Körper ist ständig unter Stress.

Arvay schreibt in seinem Buch auch, dass die Naturentfremdung uns mehr und mehr krank macht. Wenden wir uns demnach wieder intensiver der Natur zu, dann können wir den Parasympathikus – den Nerv der Ruhe stärken.

Lausche ich z.B. dem Zwitschern der Vögel oder dem Plätschern eines Baches, dann kann ich mein Nervensystem wunderbar runterfahren. Ein Gefühl von innerer Ruhe tritt ein. Das geht recht schnell. So habe ich das Eintauchen in den Wald als reine Medizin kennengelernt.

So sein, wie ich bin

In der Natur dürfen wir so sein, wie wir sind. Wir sind ein Lebewesen unter vielen. Keiner schreibt uns vor, was wir zu tun haben. Wir brauchen keine bestimmte Rolle einnehmen. Aus meinen NaturCoaching Erfahrungen hat dieser Aspekt für mich einen sehr hohen Stellenwert. Genau dies höre ich immer wieder im Anschluss an ein NaturCoaching. Reaktionen wie: „Unmittelbar nach dem Coaching habe ich mich sehr ruhig und verbunden mit mir selber gefühlt und war mit vielen positiven Gefühlen erfüllt.“ – „Ich war ich selbst.“ hängen sicherlich auch damit zusammen, dass die Natur so positiv auf uns wirkt. Niemand verurteilt uns, weder für unser Aussehen noch für unsere Einstellungen.

Kraft tanken

Aus eigner Erfahrung kann ich sagen, dass Naturaufenthalte wahre Kraftquellen sind. Schlafe ich mehrere Nächte hintereinander draußen in der Natur – mit oder ohne Zelt, dann stelle ich fest, dass ich von einer Nacht auf die andere mit immer weniger Schlaf auskomme. Ein Zeichen dafür, dass ich mich während meiner Nächte draußen wesentlich intensiver regenerieren kann und Energie tanke.

Der inneren Stimme lauschen

„Ich bin dann mal weg!“. Draußen in der Natur kann ich Abstand gewinnen von allem. All die Probleme erscheinen plötzlich ganz klein. Ich bekomme Zugang zu meiner inneren Stimme. Ich erlebe mich wieder als Teil der Natur. Das ist für mich etwas ganz Wesentliches.

Verbundenheit erleben

In der Natur fühle ich mich verbunden. Und auch das scheint mir immer wichtiger zu werden. Ich begegne immer mehr Menschen, die sich einsam fühlen. Ich selbst kenne dieses Gefühl von früher recht gut. Umgeben von hunderten von Menschen, fühlte ich mich auf den Schiffen oft recht einsam. Wir Menschen sind soziale Lebewesen. Und wenn wir uns wieder mit der Natur verbinden, uns erlauben, uns Zeit zu nehmen für eine kleine Auszeit, dann kann das erstaunliche Wirkungen zeigen. Der Mensch erlebt sich wieder als Teil eines großen Systems. Das Gefühl der Verbundenheit kann er dort wieder erneuern!

Über dies und noch viele weitere interessante Aspekte schreibt Arvay in seinen beiden Büchern, die ich jedem empfehlen kann, der sich für die Heilkraft der Natur interessiert.

Quellenangaben:

  • „Der Heilungscode der Natur“ von Clemens Arvay
  • „One Spirit Medicine“ von Alberto Villoldo

 

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