Die Bedeutung der Elemente für uns Menschen – Teil 2

Bereits im Blogartikel “Das Feuer in uns” habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es uns, uns wieder mit den Elementen zu verbinden, denn die Elemente leben auch in uns. Wir sind nicht getrennt von der Natur, sondern wir sind ein Teil davon. In diesem Artikel möchte ich auf das Element Luft, auf den Wind eingehen.

Der Wind kann formen und zerstören.

Der Wind ist wie das Feuer ein Element der Schöpfung. Durch seine Kraft entstehen neue Formen wie z.B. in der Wüste. Der Wind hat die Macht Sand und Vulkanasche über Tausende von Kilometern zu tragen. Damit verteilt er Nährstoffe und transportiert Samen.

Entwickelt sich der Wind zu einem Wirbelsturm, Hurrican oder Tornado kann er sehr zerstörerisch sein.

Das Element Luft ist unser Atem

Der Atem, im Sanskrit auch Prana genannt, steht für das Lebensprinzip. Der Sauerstoff, den wir einatmen, erhält uns am Leben. Je mehr Sauerstoff wir einatmen können, je tiefer wir atmen, desto vitaler, lebendiger fühlen wir uns.

Haben wir nicht so viel Luft zum atmen, dann stellt sich die Frage: „Was nimmt Dir die Luft zum Atmen? bzw. „Wie tief ist das Vertrauen in das Leben?“

Vertraust Du darauf, dass Du mit jedem Atemzug mit dem versorgt wirst, was Dich nährt?

Wie tief kannst Du die Verbindung mit Deinem Herzen eingehen, so dass Dein Leben immer leichter werden kann?

Wie sehr gönnst Du Dir die Luft zum Atmen, die Du brauchst, um Dich vollständig wahrnehmen und Deine Lebendigkeit zu spüren?

Eng verbunden mit unserem Atem ist unser Ausdruck.

Mit der Energie des Atems und der Bewegung verbinden wir Weisheit, Erfahrung, Mitgefühl. Wir Menschen erfahren das Element Wind/Luft in uns in Form der Sprache.

Erlaubst Du Dir mit jedem Atemzug Deine volle Authenzität, Deinen Standpunkt einzunehmen?

Wie sehr sorgt die Luft beim Ausatmen dafür, dass die Worte, die Du formst, Deine Wahrheit bestimmen, Deine Authenzität repräsentieren, Deine Klarheit aussenden und Dein ICH zeigen?

Wir Menschen haben jedoch ein Problem, uns auszudrücken. Man hat uns beigebracht, dass wir unsere Emotionen nicht zum Ausdruck bringen dürfen. Wir haben gelernt, Worte zu unterdrücken, aus Angst, unser Gegenüber zu verletzen. Man hat uns außerdem beigebracht, unsere Leidenschaften und wahren Wünsche zu unterdrücken.

Sätze wie „Lerne erst einmal etwas Ordentliches, dann kannst Du das immer noch machen.“ Oder „Diese Flausen werde ich Dir schon austreiben.“ Haben dazu geführt, dass wir den Glauben an uns verloren haben.

Das, was uns unsere innere Stimme sagte, haben wir unterdrückt.

Das Weibliche – die Intuition wurde in den letzten Jahrhunderten unterdrückt. Frauen wurden nicht gehört und sogar zum Schweigen gebracht. Männer durften nicht weich und sanft sein. Viele Blockaden stecken deshalb im Halschakra.

Je mehr wir uns wieder erlauben, unsere eigene Wahrheit zu sprechen, nichts zu schlucken, mit unserem SEIN, mit unserem einzigartigen Ausdruck am Leben teil zu haben und voller Freude beginnen, unsere ganz persönliche Rolle im Ganzen einzunehmen, desto lebendiger und vitaler werden wir.

Unsere Worte und Gedanken – erschaffen das Leben, wie wir es erfahren.

Ebenso wie das Element Luft, der Wind sind auch unsere Worte sehr mächtig. Mit unseren Worten können wir andere zerstören oder inspirieren.

Die Macht der Sprache ist eine der größten Gaben des Menschen.

Meistens wissen wir gar nicht, wie unsere wahre Stimme klingt. Wir haben es uns abgewöhnt, unseren Emotionen mit unserer vollen Stimme zum Ausdruck zu bringen.

Es ist jedoch wichtig, ganz aufrichtig zu sagen, wie es uns geht und was in uns vorgeht.

Finde Deine wahre Stimme!

Gehe an einen ungestörten Ort und finde Deine rohe, unverfälschte Stimme. Schreie! Finde den Klang Deiner Stimme. Finde den Teil in Dir, der sich gerade ausdrücken will. Was will ausgedrückt werden? Ist es Schmerz, Wut oder eine innere Kraft? Wie fühlt sich das an? Finde den Teil Deines Feuerelements! Lass Deinen wahren Klang wie ein Vulkan aus Deinem Hals heraus. Verleihe Deiner Stimme die Kraft des Windes!

Lässt Du Dein inneres Feuer verkümmern?

Oder verleihst Du deiner Leidenschaft Deine Stimme? Wir haben nicht nur das Recht, unsere Leidenschaft zum Ausdruck zu bringen, sondern auch eine Pflicht.

Wir sind mit Gaben ausgestattet worden. Jeder mit seinen ganz besonderen Gaben. Damit wir unsere Gaben im großen Ganzen sinnvoll einsetzen können, bedarf es auch unserer Stimme, unseres Ausdrucks.

Was Gisela beim NaturRetreat erlebte, als sie versuchte, ihren wahren Klang zu finden.

„Meine Verbindung zu den Pflanzen hat sich sehr intensiviert. Als Heilkräuterexpertin lernte ich Pflanzen fast ausschließlich mit dem Verstand wahrzunehmen. Ich lese viel über sie, probiere verschiedene Zubereitungen aus und mache meine Erfahrungen mit ihnen. In dieser Woche hat sich eine neue Fähigkeit aktiviert: die Pflanzen sprechen jetzt mit mir. Und nicht nur das! Ich höre die Stimmen der Pflanzen. Bei einer Übung, bei der wir unseren eigenen Ton entdecken sollten, habe ich plötzlich nach einigem Tönen meinerseits, die Stimmen der Pflanzen hören können. Jede hatte einen anderen Ton, von ganz tief (Bärenklau) bis ganz zart und hoch (Fingerhut). Ich konnte sie singen hören! Diese Erfahrung hat mich so überwältigt, dass ich zu Tränen gerührt war, selbst als ich der Gruppe davon erzählte, musste ich erneut weinen und bekam den Namen : “die mit den Pflanzen singt “.“ http://www.waldtutgut.de

X